KURZER LEITFADEN ZUM AUTISMUS

1:7 - Einführung

Autistische Züge finden sich bei jedem Menschen, aber wenn eine Schwelle überschritten wird und die Person ein soziales Defizit erfährt. Dann gilt es, die Krankheit zu verstehen und zu behandeln, um die Auswirkungen des Autismus zu bekämpfen.

2:7 - Autismus verstehen

Menschen mit Autismus erleben die Welt oft auf eine Art und Weise, die derjenigen von Robotern ähnelt. Im Gegensatz zu Robotern können sie jedoch eine ganze Reihe von Emotionen empfinden und ausdrücken. Der Begriff „Droiden-Effekt“ beschreibt ihre besondere Art, die Welt wahrzunehmen und mit ihr zu interagieren. Die Art und Weise, wie sich dieser Effekt manifestiert, hängt nicht nur von den intellektuellen Fähigkeiten des Einzelnen ab, sondern auch von seinen Persönlichkeitsmerkmalen. Unterschiedliche Persönlichkeiten können beeinflussen, wie der Droiden-Effekt ihr Verhalten, ihre sozialen Interaktionen und ihre emotionalen Reaktionen prägt, was zu einer Vielzahl von Ausdrucksformen und Erfahrungen bei Menschen mit Autismus führt.

3.7 - Reizüberflutung

Menschen sind wie Computer, aber bei Autisten haben sie weniger RAM (Verarbeitungskapazität). Diese Einschränkung macht sie anfälliger für Reizüberflutung durch verschiedene Eingaben, wie z. B.:

Audio: Laute oder kontinuierliche Geräusche

Körperlich: Berührung oder körperliche Empfindungen

Visuell: Helle Lichter oder leuchtende Farben (Lärm), die aufgrund des erhöhten Verarbeitungsaufwands im Vergleich zu einfacheren, monochromen Bildern überwältigend wirken können.

Diese erhöhte Empfindlichkeit kann zu Stress und Ausbrüchen führen, Anzeichen dafür, dass der Arbeitsspeicher der Person die maximale Eingabe erreicht hat, was bedeutet, dass sie Zeit und Raum braucht, um ihre Verarbeitungskapazität „zurückzusetzen“.

Es wird vermutet, dass mit zunehmendem Alter eines Autisten der vorhandene „Arbeitsspeicher“ abgebaut werden kann, so dass er noch empfindlicher auf Sinneseindrücke reagiert.

4:7 - Gefühlsmäßig unempfindlich

Emotional taub zu sein ist vergleichbar mit einer farbenblinden Person, die versucht, Verkehrsampeln zu deuten. Die Farben stehen für die verschiedenen Facetten der nonverbalen Kommunikation wie Sarkasmus, Mimik oder Körpergesten:

Szenario 1: Eine Person ohne Farbenblindheit sieht eine grüne Ampel und geht ohne zu zögern weiter.

Szenario 2: Eine farbenblinde Person muss möglicherweise langsamer werden, innehalten und nachdenken, um sich die Abfolge der Ampeln ins Gedächtnis zu rufen, damit sie versteht, dass es grün ist und sie sicher weitergehen kann. Dieser Vorgang ist bei Autisten als verzögerte Verarbeitung bekannt.

Szenario 3: Wenn die farbenblinde Person die Ampelfolge nicht kennt, kann es sein, dass sie nicht versteht, dass die Ampel grün ist, und dies falsch interpretiert und unangemessene Maßnahmen ergreift, wie z. B. Anhalten oder Wenden, was die Fahrer um sie herum frustriert. Dies spiegelt wider, wie eine autistische Person sozial ungeschickt sein kann.

Szenario 4: Die farbenblinde Person versteht möglicherweise das Ampelsignal nicht und versucht, das Verhalten der anderen Fahrer nachzuahmen, um sich anzupassen. Im Bereich des Autismus wird diese Vorgehensweise als „Maskierung“ bezeichnet.


5:7 - Kommunikation

Emotionale Taubheit lässt die emotionale Landschaft flacher erscheinen, so dass Autisten dazu neigen, Dinge wörtlich zu nehmen, was zu sozial unangenehmen Situationen führt, etwa wenn Sarkasmus im Spiel ist.

Eine Möglichkeit, mit einer autistischen Person zu kommunizieren, besteht darin, direkt und prägnant zu sein, ähnlich wie man mit einem virtuellen Assistenten wie Alexa oder Siri sprechen würde, um Verwirrung zu minimieren und sozial unbeholfene Antworten zu vermeiden. Wenn das nicht möglich ist, wäre es hilfreich, nonverbale Kommunikation wie Sarkasmus so schnell wie möglich verbal anzudeuten, um Missverständnisse zu vermeiden.

6:7 - Gegensätzlichkeit

Soziopathen und Autisten haben die Tendenz, in bestimmten emotionalen Situationen gefühllos zu sein. Wenn Emotionen jedoch erklärt werden, können sich Autisten einfühlen und diese Emotionen nachempfinden, während Soziopathen dies normalerweise nicht tun.

7:7 - Schlussfolgerung

Obwohl frühere Erfahrungen und das Studium menschlicher Emotionen Autisten dabei helfen können, sich in sozialen Interaktionen besser zurechtzufinden, können diese Strategien die Herausforderungen aufgrund der vielen Variablen, die bei menschlichen Emotionen eine Rolle spielen, nicht vollständig abmildern. Dieser Artikel deckt nicht alle Aspekte des Autismus ab, sondern konzentriert sich auf zwei Schlüsselmerkmale, um die Schwierigkeiten zu verdeutlichen, mit denen Autisten zu kämpfen haben. Ziel ist es, einen grundlegenden Plan zu erstellen, der Menschen mit und ohne Autismus hilft, mit der Krankheit umzugehen, indem sie verstehen, wie ein autistischer Geist funktioniert.